Friedhöfe waren schon im Mittelalter ein Ort der Begegnung und Ruhe. In unserer heutigen, schnelllebigen und von Stress geprägten Welt, gewinnen sie in dieser Hinsicht für mich auch wieder zunehmend an Bedeutung. 

 

Man findet Ruhe und zu sich - es ist still und man spürt den morbiden Charme der Melancholie, die einen umgibt. Man läuft die schmalen Wege zwischen den Grabsteinen entlang und beginnt wieder mehr über Zeit nachzudenken, die man hat, was man damit machen und anfangen möchte und auch, was man vielleicht nicht mehr möchte.

Fotografie ist immer auch ein guter Weg, sich wieder neu mit der eigenen Stadt auseinanderzusetzen, sie mal wieder mit anderen Augen zu sehen, in kontrastreichen schwarz-weiß Aufnahmen auch wieder anders zu zeigen und damit der Selbstverständlichkeit entgegenzuwirken. 

Wie jede große Stadt besteht auch Nürnberg aus unterschiedlichen Stadtteilen, die in ihrem Erscheinungsbild und ihrer Infrastruktur zum Teil sehr verschieden zueinander sind. 

 

Die Architektur der einzelnen Stadtteile spiegelt immer auch einen Teil ihrer Geschichte wider.

 

In diesem Projekt geht es darum, die unterschiedlichen Stadtteile eher dokumentarisch zu zeigen.